"Mich selbst im Gepäck" - mit dem Rucksack durch Deutschland
- Christine Lehner

- 31. März
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 1. Apr.
So ist es häufig mit Blogs - am Anfang steht der riesen Enthusiasmus, regelmäßig zu posten. Doch dann "kommt das Leben dazwischen", man wird an anderer Stelle gebraucht, und schon ist ein ganzes Jahr vergangen, ohne auch nur einen einzigen Satz zu Papier gebracht zu haben.
Genauso ging es mir 2025. Ich hatte so viele Ideen, für neue Projekte, neue Stories - und habe trotzdem nichts veröffentlicht. Ohne allzu sehr in mein Privatleben abzuschweifen, war es ein sehr aufreibendes, turbulentes Jahr, das mich nicht nur als Solo-Selbstständige, sondern auch allgemein sehr gefordert hat.
Um Luft zu holen, neue Kraft zu sammeln und frische Inspiration zu gewinnen, habe ich Anfang dieses Jahres (2026) dann etwas gemacht, was ich schon lange einmal machen wollte: Ich habe mir den Rucksack umgeschnallt und bin knapp vier Wochen durch Deutschland getourt. Mit der Bahn (dem Deutschlandticket sei Dank) und zu Fuß. Ohne feste Route. Ohne Plan. Ohne zeitliche Begrenzung. Dafür mit einer ordentlichen Portion Freiheit. Und dem Motto:
"Kirchen und Klöster, Natur und Kultur".
Kirchen und Klöster sind für mich Orte, die mich schon sehr lange faszinieren. Nicht umsonst habe ich vor einiger Zeit die Kirchenführerausbildung bei der Katholischen Erwachsenenbildung München Freising (KEB) begonnen. Die Geschichte hinter ihrer Entstehung, die Baukunst des Mittelalters, die damit verwobenen Schicksale, das Ringen um Macht, die Ästhetik der Gebäude. All das zieht mich in ihren Bann.
Was ich in diesen Wochen alles erlebt habe, lässt sich schwer in Worte fassen. Es war einfach nur schön. Das mag jetzt für manche wie eine Floskel klingen, doch habe ich mich noch nie so lebendig und "bei mir" gefühlt, wie in dieser Zeit.
Losgestartet bin ich in Erfurt, dann ging's weiter über Eisenach, Naumburg, Dresden, Meißen, die Sächsische Schweiz, Görlitz und Ostritz (mit vier Nächten Aufenthalt in einem Zisterzienserinnen-Kloster, eine sehr interessante Erfahrung), ganz kurzer Stop in Berlin, dann quer rüber nach Köln, Bonn, Aachen, Maria Laach, Mainz, Worms und schließlich Speyer.
Die fantastischen Kirchen und Klosteranlagen, die Städte selbst und die wunderbaren Menschen, die mir dort begegnet sind, waren alle für sich genommen einzigartig. Mit Hilfe der App "Journi" habe ich täglich Reisetagebuch geführt und alle meine Stationen festgehalten (solltet ihr selbst eine ähnliche Reise planen und Inspiration brauchen, schreibt mich gern an, dann teile ich meine Inhalte per App gern mit euch).
Eins ist mir in dieser Zeit einmal mehr bewusst geworden: Ich bin genau auf meinem Weg. Genau dort, wo ich sein will. Trotz oder gerade wegen der Herausforderungen, die eine (Solo-)Selbstständigkeit mit sich bringt. Okay, vielleicht muss es nicht mehr "solo" sein, wir werden sehen. Aber immer "mit mir im Gepäck".







































































































